Turnierbericht vom 01.05.2004 – 2E Team-Multiplayer in Celle

Knapp drei Monate war es her, seit ich mit der Hessischen Landesmeisterschaft mein letztes Turnier gespielt hatte und die Tatsache, dass nun ein weiteres Team-Multiplayer-Turnier stattfinden sollte, sowie die Motivation seitens meines Team-Partners Boris überzeugten mich schlussendlich von der Rückkehr ins Turniergeschehen, zumal unsere Combo beim letzten Mal ja recht gut abschnitt... :-)
Mit insgesamt 2,5 Teams machten wir uns also auf den Weg nach Celle...

War unser Team beim letzten Mal noch aufgrund der Borg/Bajoraner-Kombination das „B-Team“, so mussten Boris und ich uns diesmal einen neuem Namen ausdenken, spielte ich doch diesmal Federation/Non-Aligned mit vielen Mutanten... dies brachte uns dann auf die Gemeinsamkeit von Borg und Mutanten: Außenseiter... so entstand der „Freaky Link“. ;-)

Boris spielte ein primär auf Assimilation ausgelegtes Deck, was er auch beeindruckend unter Beweis stellte, wie ihr an späterer Stelle in diesem Bericht erfahren werdet.
Ich für meinen Teil versuchte es mit High-Cunning-Personen.

Spiel #1
Gegner: The Borg Collective (Lars Flitter und Ulf Benjes)


Schon nachdem unsere Missionen auf dem Tisch lagen staunte ich nicht schlecht: Nicht nur, dass mein Team-Partner Borg spielte, auch unsere Gegner hatten sich für diese in letzter Zeit aufgrund einiger neu erschienener Karten assimilationsfreudige Spezies entschieden.
Das zu diesem Spiel gehörende Foto gibt einen kleinen Einblick in meine Spielperspektive.

Eine kleine Anmerkung zum Regelwerk: Im Laufe der Partie stellte sich heraus, dass laut Entscheidung von Lars und Thorsten auch mein Mitspieler aus meiner Sicht als „opponent“ zu betrachten ist, da in den Multiplayer-Regeln geschrieben steht, dass ALLE Mitspieler einer Multiplayer-Partie als „opponent“ zählen.
Meine Meinung und Empfehlung: Ich finde es völlig unpassend und aus diesem Grund sollten gesonderte Regeln für Team-Multiplayer-Turniere erscheinen, die diesen Fehler ausmerzen.
Als mir dann noch in den Sinn kam, dass durch diese Regel auch die Möglichkeit bestand, dass Boris einige von meinen Personen assimilieren könnte, bekam ich Angst, bei den Borg weiß man ja nie... ;-)

Auge in Auge mit dem Feind: Als einsamer Federation-Spieler wurde mir unter drei Borg-Spielern schon etwas mulmig.Zurück ins Spielgeschehen: Wie befürchtet spielten Lars und Ulf beide auf Assimilation ausgelegte Decks und da es aus ihrer Sicht wenig Sinn machte andere Dronen zu „reassimilieren“, war ich ihr Primärziel.

Zu meinem Glück konnte ich meine Avert Danger beim ersten Attempt lösen, allerdings saß ich danach auf dem Planeten fest, da ich mein Schiff nicht mehr staffen konnte. Ein gefundenes Fressen für die Borg...
Prompt kam Lars eine Runde später an und assimilierte Data und Aaron Conor – das tat weh!

Allerdings musste auch Lars zwei seiner Personen an Boris „abtreten“... die Borg „reassimilieren“ also doch und das im wahrsten Sinne des Wortes: Nach zwei Random Selections waren Data und Aaron Conor wieder innerhalb unseres Teams! *g*

Ein weiteres erwähnenswertes Detail waren die zeitweise drei bis fünf Party Atmospheres. Woher die Karte ihren Namen hat erkennt man spätestens dann, wenn man Borg Cutting Beams und The Will Of The Collective en mass sieht, von anderen Event mal ganz abgesehen.

Boris kam recht gut durch die Dilemmas, da Ulf ungeahnt viel Pech beim Ziehen der Random Selections hatte.
Dafür hatte Lars bei mir mehr Glück: Als ich gegen Ende des Spiels meine Fissure Research attemptete, legte Lars fünf Karten um mich aufzuhalten und nur ein Racial Tension war im Endeffekt effektiv: Er zog meine einzigen beiden Astrometrics-Personen, sonst wäre das Spiel gelaufen...

Apropos Spielende: Das Time-Out kam zum bestmöglichen Zeitpunkt, sprich: Jeder Spieler hatte noch eine Runde Zeit... so dauerte unsere Partie sage und schreibe 2,5 Stunden!
Das Ergebnis dieses überlangen Spiels war übrigens ein True Tie, mit Boris vor Lars und Ulf, ich war vierter und niemand hatte 100 Punkte.

Spiel #2
Gegner: Delta Resistance (Matthias Weller und Hagen Wendt)


Diesmal standen uns zwei Dominion-Spieler gegenüber, mit Decks die unterschiedlicher nicht sein konnten. Hagen setzte auf die Unterstützung von Infiltratorn und Bajoranern (ja, zwei HQs), während Matthias die hohen Attribute der Founder Architects nutzte.

Ein mittlerweile alltäglicher Anblick: Viele defensive Events zur Manipulation des Dilemma Pile, sowie Offensiv-Karten der Marke Infiltration oder Engagement.Wie ich oben schon erwähnte durfte Boris unter Beweis stellen, dass sein Deck auf Assimilation ausgelegt war. Matthias war sein zu bedauerndes Opfer und verlor – festhalten – innerhalb einer einzigen Runde vier (!) Personen an Boris’ Borg... mit drei Reborn auch kein Problem!
Genaugenommen beamte Boris seine Borg auf Matthias’ Schiff, um dort drei Personen zu assimilieren, nur um dann wieder auf seinen Cube zurückzubeamen, um per The Will Of The Collective eine weitere Person sein eigen nennen zu können. *g*

Ich für meinen Teil hatte auch einige Verluste zu beklagen, allerdings keine Toten oder ähnliches, nein, Hagen schickte mir während eines Mission Attemps vier (!) Personen zurück auf die Hand.
Zu Beginn der Runde hatte ich außerdem Luther Sloan zurück auf die Hand genommen, den Rest erledigten Chula: Pick One To Save Two und Biochemical Hyperacceleration.

Am Ende konnten wir uns knapp durchsetzen und mit Platz 1 & 2 einen Modified Win verzeichnen.

Spiel #3
Gegner: Defiant Development Team (Alexander Bank und Christian Zipper)


Gleich vorweg: Auch ich finde es schade, wie dieses Spiel gelaufen ist, aber manchmal läuft halt nicht alles nach Plan und das Time-Out kommt halt auch nicht immer dann, wenn man es gern hätte.

Da kommt Party Atmosphere auf... Boris Core während der dritten oder vierten Runde *g*Alexander spielte Klingonen, während uns mit Christian ein weiterer Borg-Spieler gegenüberstand, der mit seinem Deck – wie sollte es anders sein – das Ziel der Assimilation verfolgte.

Wie ich selbst im Laufe des Spiels schmerzlich feststellen musste, ergänzen sich die kampflustigen Klingonen gut mit den Borg, die mit ihren Cutting Beams die gegnerischen Schiffe für eine endgültige Vernichtung präparieren können.
So verlor ich später im Spiel eines meiner Schiffe an die Ning’tao.

Wie das Foto zu dieser Partie schon suggeriert, können ein Haufen Party Atmospheres sehr hilfreich und unterhaltsam sein. Boris’ Rekord lag übrigens bei 11 Events in seinem Core, was so manches Dilemma spottbillig macht. ;-)

Wie ich oben schon erwähnte kam das Time-Out aufgrund spieltechnischer Verzögerungen zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt und alle Beteiligten waren angesichts des Ausgangs des Spiels nicht gerade begeistert.
Alexander belegte Platz 1 vor Boris, gefolgt von mir und Christian.

Fazit:

Der „Freaky Link“ formerly known as „The B-Team“ war lange nicht so erfolgreich wie beim letzten Team-Multiplayer, aber wir hatten ungeheuer viel Spaß und allein wegen des ersten Spiels hatte sich die Fahrt nach Celle gelohnt.
Bleibt mir noch allen was zu wünschen (was auch immer *g*)... wir sehen und in Kassel, bei den Deutschen Meisterschaften 2004 – kommt zahlreich!

The Traveler