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Die Europameisterschaft 2001

Tag 1 (Donnerstag)

Nachdem Marcus Knopf leider seine Reise absagen musste und Marc Schütze mich fragte, ob ich ihn stattdessen begleiten wolle, konnte ich mir noch nicht ausmalen, wie interessant diese ganze Wochenende eigentlich werden würde. Nachdem wir Donnerstag morgen nach einer anstrengenden Reise in einem Gefährt, das man mit dem Begriff "Bus" vielleicht gerade noch umschreiben kann, endlich in Paris ankamen, legten wir üns erstmal auf unsere Betten um uns ein wenig auszuruhen. Dies geschah gegen ca. 10:30 Uhr. Als wir aufwachten war es schon fast 20.00 Uhr. Um doch noch den Tag ein wenig zu nutzen zogen Marc und ich abends los, um was zu essen und uns dann die Gegend anzusehen. Im italienischen Restaurant um die Ecke wurden mir zum ersten Mal die Preisunterschiede dieser Großstadt im Vergleich zu meinem besinnlichen Hildesheim auf : Eine Portion Spaghetti kosten 20 DM und die 0,33l Cola dazu 7DM *ugh*. Apropos Spaghetti: Marc scheint der absolute Fetischist in Hinsicht auf diese Speise zu sein. In den 6 Tagen die wir verreist waren, aß er 5 mal Spaghetti Bolognese !!! Wie auch immer, abends gingen wir zum Sacre Coeur (und zwar ohne die Treppen benutzen zu müssen, da man von der anderen Seite wunderbar ohne Stufen hinaufgelangt!) und kehrten danach zum Hotel zurück ! Bis spät in die Nacht unterhielten wir uns noch über unsere Decks und gaben uns gegenseitig Verbesserungsvorschläge ! Dann legten wir uns schlafen.

Tag 2 (Freitag)

Gegen 9.30 Uhr stand ich auf und ging zum Frühstück, 20 Minuten später erschien dort auch Marc, der morgens erst richtig wach war, wenn er seine erste Zigarette geraucht hatte. Am Freitag beschlossen wir, uns ein wenig die Stadt anzusehen, was wir auch taten, um dann anschließend schon einmal die Location ausfindig zu machen. Dies erwies sich als gute Idee, da wir dazu geschlagene zwei Stunden brauchten, da wir einerseits unsere Wegbeschreibung vergessen (die eh nicht ganz richtig war) und sich die Location andererseits gar nicht in Paris befand, sondern ca. 100 (!) Meter hinter der Stadtgrenze, so daß unsere Fragen in der Stadt erfolglos blieben. Immerhin wußten wir jetzt, wo wir Samstag hinsollten. Wir fuhren noch zum Centre Pompidou, wo wir Christian Schopmans und Robin Rattay trafen (Tja,dieWelt ist klein !). Nachdem wir uns dort ein wenig aufgehalten hatten und einen Kerl beobachtet hatten, der durch einen Tennisschläger steigen konnte (ums zu Glauben, muß mans gesehen haben !!! So einen Gummimenschen hab ich vorher noch nie gesehen ), fuhren wir zurück ins Hotel. Dort beendeten wir unsere Decks und machten ein letztes Testspiel ! Dann legten wir uns schlafen.

Tag 3 (Samstag) - Day 1 der EM

Der große Tag war gekommen: Wir standen auf, frühstückten und fuhren zur Epita, wo alles stattfinden sollte. In der Metro trafen wir Thorsten Wanek und Sandra Stiess, die gerade mit dem Bus aus Deutschland angekommen waren und auch auf dem Weg zur Epita waren. Vor Ort traf man schnell viele andere Spieler und nach einer Weile hatten sich alle die spielen wollten auch eingetragen und das Qualifikationsturnier konnte beginnen. Da wir 21 Leute waren, würden sich gerade mal 4 Leute für den zweiten Tag qualifizieren. Falls es am zweiten Tag eine ungerade Anzahl an Spielern sein sollte würde auch der 5te nachrücken, jedoch war dies am Samstag ja noch nicht sicher.
Eigentlich war ich mit dem Ziel nach Paris gefahren, mich für den zweiten Tag zu qualifizieren, und am zweiten Tag nicht Letzter zu werden. Als ich jedoch ein paar Informationen über meine Konkurrenten eingeholt hatte, schwanden meine Gedanken an eine Qualifikation jedoch sehr schnell. Ich wollte trotzdem das Beste aus dem Turnier machen, und so begann es dann endlich :

Spiel 1 gegen Oliver Duguy aus Frankreich

Meinem Gegner gelang es schon in der Seed Phase mich zu überraschen, rechnete ich doch mit einem Föderations-Headquarter-Deck. Jedoch bemerkte ich erst in der Facility-Phase, als er an einer seiner beiden Delta Quadrant- Missionen einen Borg-Aussenposten seedete, welchen Fehler ich beim Seeden der Dilemmas unter der Erde gemacht hatte. Als Borg-Spieler hätte er mit den Dilemmas sicherlich keine Probleme.
Das Spiel begann recht gut für mich, da er eine Weile brauchte, bis sein Kubus gestafft war. Ich konnte in der dritten Runde meine erste Mission lösen. In der nächsten Runde flog er seinen Kubus in den Alpha Quadranten und deckte sein Assimilate Homeworld Objective auf und wählte die Erde. Er begann zu scouten und encounterte meinen Hanonian Land Eel. Als seinen Drohne starb, dachte ich, dies sei das ultimative Dilemma gegen Borg, da noch nach alten Regeln gespielt werden musste (also eine Drohne runter und scouten). Ich dachte mir, daß er nun die Erde vergessen könne. Jedoch spielte er in der folgenden Runde Adapt:Negate Obstruction. Ich habe noch nie Borg gespielt, deswegen hatte ich vollkommen vergessen, daß die Borg diese Möglichkeit besitzen. Er scoutete weiter und lief in ein Founder Secret. In meiner Runde löste ich die nächste Mission und begann einen weiteren Mission Attempt, wurde jedoch gestoppt. Mein Gegner neutralisierte mit seinem Adapt das Founder Secret, und stellte fest, daß sein Scouten beendet war. Er spielte A Change of Plans und downloadete sich Stop First Contact. Er flog per Temporal Vortex zum Montana Missile Complex und probte eine Borg Queen, was dazu führte, daß bis auf Penk, den Pendari Champion und einem Bothan Vessel auf meiner Seite keine Personnel und Schiffe mehr übrig blieben. Ich hielt dieses Spiel schon für verloren, als der TD "Hands down" rief. Ich hatte doch noch timed gewonnen.

Ergebnis: 85:40 - 1(+45)

Nach dem Spiel machte mein Gegner mich darauf aufmerksam, daß er vergessen hatte, unter einer von meinen Missionen Dilemmas zu seeden. Dies ist mir im Spiel allerdings gar nicht aufgefallen gewesen. Nach diesem Spiel hatte ich meine Chancen auf die Qualifikation schon abgeschrieben.

Spiel 2 gegen Gianluca Bertulott aus Italien

Mein Gegner spielte ein schnelles Kazon-Maje-FreeReport-Deck, machte jedoch in der zweiten Runde den Fehler, ihn mit ein paar anderen Leuten auf einen Misson Attempt zu beamen. Mein Hanonian Land Eel erwischte ausgerechnet seinen Maje. Danach kam er nicht wieder ins Spiel. Ich löste schnell drei Mssionen und gewann 100:0 !

Ergebnis: 110:0 - 2 (+100)
Gesamt: 3 (+145)


Spiel 3 gegen Christian Cencic aus Österreich

Dieses Spiel versprach sehr lustig zu werden, da ich Christian schon vor dem Turnier kennenlernte und wir herausfanden, daß wir humortechnisch auf einer Wellenlänge lagen. Dies zeigte sich schon vor dem Spiel, als wir uns zur Begrüßung spontan und simultan (!) gegenseitig anbrüllten. Thorsten Wanek saß fast das ganze Spiel über neben uns, und beobachtete das erste Spiel, daß auf deutsch ausgetragen wurde. Christian spielte ein schnelles Dominion Barzan Wormhole Deck im Alpha Qaudranten. Um Karten zu ziehen benutzte er Kivas Fajo - Collector. Seine ersten drei Card Plays im Spiel waren 3 Kivas Fajo - Collector Foils (!). Durch mein Mirror Image profitierte ich aus seinen Card Draws und zog schnell zwei Temporal Rifts. Da er weder AU Door noch Space-Time-Portal im Deck hatte, konnte ich ihn damit lange genug aufhalten um meine Missionen zu lösen ! Jedoch nahm ich auf einen Mission Attempt versehentlich meinen Mission Specialist Dr.Farek mit, den er prompt mit einem Mandarin Bailiff capturte. Da ich ihn aber noch brauchte, gab ich ihm den einen Punkt. Ich gewann schließlich indem ich schnell drei meiner Missionen löste, da er sein Schiff unter dem Rift nicht befreien konnte.

Ergebnis: 104:1 - 2 (+99)
Gesamt: 5 (+244)


Spiel 4 gegen Ringo Greenwich aus England

Dies war ein Gegner vor dem Marc mich gewarnt hatte. Ein Top Ten Spieler der Welt (Platz 5?). Ich war in der Seed Phase aufmerksam, jedoch tat er nichts verdächtiges, ich dachte mir also, daß er also nichts verqueres abziehen würde.
Er spielte ein sehr interessantes Deck : Sowohl Alpha Quadrant (Wormhole Negotiations und eine Badlands Region) als auch Delta (Liberation und 3 andere Missionen, weiß nicht mehr welche ?!). Er reportete sowohl am Caretaker als auch per Barzan Wormhole und relocatete seine Schiffe in den Deltaquadranten. Jedoch spielte ich, nachdem er alle Leute auf eines seiner Schife gepackt hatte, Rogue Borg auf dieses Schiff. Er hatte keine Verteidigung, und so konnte ich, nachdem ich die Rogue Borg zweimal getofft hatte, und er zweimal auf sein Card Play verzichtet hatte, um die erste Aktion zu haben, was ihm beim anschließenden Mission Attempt nichts half, da er in ein Executive Authorization lief, meine Missionen lösen und gewinnen.
Leider weiß ich nicht mehr, wie Ringo es geschafft hatte, schnell Karten zu ziehen.
Was mir im Spiel gegen die Engländer jedoch auffiel, ist, daß sie anscheinend total auf das Combo Dilemma Female's Love Interest/Garbage Scow stehen.

Ergebnis: 100:0 - 2 (+100)
Gesamt: 7 (+344)


Spiel 5 gegen Alexander Bloemen aus den Niederlanden

Ein weiterer Top Ten-Spieler gegen mich. Schon in der Mission-Phase wusste ich, daß er ein ähnliches Deck wie Lars' First Strike Deck spielte. Also war mit Senior Staff Meetings zu rechnen. Also seedete ich die Combos unter die Missionen, die er am wahrscheinlichsten anfangen würde, die am ehesten auf das erste Dilemma verzichten konnten (Edo Probe - Chula:The Chandra - Friendly Fire).
Wie erwartet downloadete er sich gleich in der ersten Runde Tomalak (OFFICER) mit Assign Support Personnel, Dr.Telek R'Mor (SCIENCE,ENGINEER) mit dem Temporal Micro Wormhole und Suna (MEDICAL,SECURITY) mit Defend Homeworld. Mit seinem Spacedoor organisierte er sich einen D'deridex. Als er abdockte, erhielt er von mir Rogue Borg auf seinen D'deridex. Ich zog am Anfang recht schlecht und konnte erst in der zweiten Runde meine ersten Personnel ausspielen, da ich in der ersten Runde einen Handshake als Card Play spielte um meine Hand zu discarden und sieben neue Karten zu ziehen. In seiner zweiten Runde attemptete er sofort die Mission und spielte ein Senior Staff Meeting. Er discardete meine Edo Probe und lief mit Tomalak durch Chula:The Chandra und schließlich ins Friendly Fire, wo dieser auch starb und das Friendly Fire dann auf die Mission kam. In der Zwischenzeit löste ich eine Mission und ein Q's Planet lag nach einem Q-Flash auf dem Tisch. Ich versuchte mich an einer anderen Mission, doch lief ersteinmal in ein Dead End. Ich toffte mir die Rogue Borg in der Runde in dem das Friendly Fire auslief. In seiner Runde dockte er an, um seine Mission Specialists an Bord zu lassen, dann dockte er wieder ab und kassierte die Rogue Borg. In seiner nächsten Runde löste er die Mission mit seinen Mission Specialists für 40 Punkte, attemptete dann die nächste Mission : Er spielte wieder Senior Staff Meeting und discardete wieder eine Edo Probe. Das folgende Cytherians beschleunigte er mit einem Wormhole aus dem Tent und einem Space-Time-Portal. Jedoch schaffte er es nicht mehr zurück zu seiner Mission. In der nächsten Runde löste ich zwei weitere Missionen und gewann trotz Q's Planet 140:55.

Ergebnis: 140:55 2 (+85)
Gesamt: 9 (+429)


Spiel 6 gegen Ian Taylor aus England

Dies sollte das letzte Spiel dieses Tages sein. Schon vor dem Spiel wurde mir gesagt, daß ich auf jeden Fall für den nächsten Tag qualifiziert sei, egal wie das Spiel ausgehe. Es ginge in diesem Spiel nur um den Turniersieg und die damit verbundene Tournament Foil.
Nun gut, wir begannen mit dem Spiel, jedoch merkte ich sehr früh, daß ich wohl nicht gewinnen würde. Er hatte unter einem seiner Planeten und seiner Planet/Space-Mission eine Menge Safe-Seeds plaziert. Und so kam es wie es kommen musste: In den ersten beiden Runden droppte er zwei Schiffe, eins durch Barzan Wormhole und das andere mit einem STP-Drop. Bei den Personnel war Ajur schon dabei, Boratus folgte durch Defend Homeworld. Er würfelte die Dilemmakombinationen durcheinander und ließ Dilemmas verschwinden. Dann war es für ihn kein Problem mit seinen Leuten durch die übrigen Dilemmas zu kommen und außerdem die eigene Flöte einzusammeln. Das gleiche machte er auf seinem anderen Planeten. Leider discardete er mein Denevan Neural Parasites, welches bei ihm eine Menge Schaden angerichtet hätte, da er immer mit allen Leuten attemptete. So verlor ich ziemlich schnell. Jedoch war ich trotz allem für den nächsten Tag qualifiziert.

Ergebnis: 0:100 - 0 (-100)
Gesamt: 9 (+329)


>>Endstand aller Teilnehmer

Parallax Arguer